Gründung von GuK
Neue Wählergruppe Gemeinde und Kreis setzt auf Politikwandel
Berchtesgadener Land / Piding. Am 27. Oktober wurde in der Mitte des Landkreises Berchtesgadener Land die unabhängige Wählergruppe Gemeinde und Kreis offiziell gegründet. Die Gründungsmitglieder aus Süd, Mitte und Nord des Kreises bestimmten Max Oberwegner aus Piding zum 1. Vorsitzenden, Andreas Rehrl aus Saaldorf-Surheim zum 2. Vorsitzenden und Schriftführer sowie Michael Ernst aus Marktschellenberg zum Kassier.
Ziel der neuen Vereinigung ist es, frei von parteipolitischen oder ideologischen Interessen aktiv durch Mitarbeit im Kreistag an der Erfüllung kommunaler Aufgaben mitzuwirken und die Interessen der Kommunen und ihrer Bürger umzusetzen. Die Leitung der Versammlung lag in den Händen von Markus Hiebl aus Freilassing. Die erforderliche Anzahl von rechtlich nötigen sieben Gründungsmitgliedern wurde bei Weitem überschritten, so dass die Gründung ordnungsgemäß
durchgeführt werden konnte. Die Gründungsmitglieder erklärten schriftlich ihren Beitritt und genehmigten einstimmig Tagesordnung und Satzung wie das Ziel, die Wählergruppe als eingetragenen Verein zu firmieren.
Der Vorstand und die Kassenprüfer Markus Hiebl und Ludwig Unterreiner aus Freilassing wurden ohne Gegenstimmen gewählt.
In einem kurzen Statement dankte der 1. Vorsitzende den Gründungsmitgliedern für ihr Kommen und ihre Bereitschaft, sich zum Wohl ihrer Heimatgemeinden in die Kreispolitik einbringen zu wollen.
„Uns vereint die Überzeugung, dass Parteipolitik nicht nur in den Kommunen und damit in unserem Landkreis überholt ist“, so Oberwegner.Zu lange habe man sich in veralteten Denkmustern wie links und rechts gegenseitig
blockiert: „In unseren lokalen und regionalen Strukturen braucht es Gemeinsamkeit, keine Trennung nach Partei oder Ideologie. GuK will und wird sich an richtig oder falsch orientieren. Und nicht daran, von welcher Seite ein Vorschlag zur Problemlösung kommt.“
Damit, so der Vorsitzende weiter, ist es selbstverständlich, dass GuK für offene und effektive Zusammenarbeit mit allen politischen Mitbewerbern steht, die die Bürgeranliegen und damit die Gemeindearbeit als Basis für eine neue Kreispolitik ansehen.
„Wir stehen zu 100 Prozent für unsere Mitbürger und nicht gegen jemanden.“ Dies zeige sich im Besonderen dadurch, dass GuK nicht vorgibt, welche Themen die Bürger als relevant zu erachten haben, sondern einen Politikwandel anstrebt:
„Jeder Einzelne weiß am Besten, wo ihn der Schuh drückt, welche Herausforderungen seine Gemeinde zu stemmen hat und wo die Unterstützung des Kreises nötig ist. Wir haben uns zu lange in durchaus ehrenwerten Phrasen
erschöpft, ohne die Alltagsbedürfnisse in den Vordergrund zu stellen. Politik muss dem Bürger dienen – nicht andersherum.“
Die 15 Gemeinden des Berchtesgadener Landes bieten laut Oberwegner einen vielfältigen Schatz nicht nur an großartiger Landschaft und Traditionen, sondern hervorragende Produkte, herausragende Unternehmen und kreative Köpfe.
„Es ist an der Zeit, unsere Ressourcen und Potentiale in Selbstbewußtsein und Stolz zu präsentieren. Sie sind die Basis für wirtschaftlichen Erfolg und damit für Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit. Nehmen wir die Lippenbekenntnisse zur Förderung unserer jungen Menschen ernst, suchen wir den Schulterschluss zu unserem österreichischen Nachbarn und schaffen wir in aktiver interkommunaler Zusammenarbeit einen Kreis, der sich nicht mehr klein macht und kleinmachen
lässt.
Wir alle schaffen im Miteinander, was die große Politik längst vergessen hat: Im Mix von Identität und Individualität, in sozialer Verantwortung und in bodenständigen Entscheidungen Heimat zu bewahren, zu stärken und zu entwickeln. Dazu ist jeder herzlich willkommen. Denn dahoam bleibt nur dann dahoam, wenn der Mensch im Mittelpunkt steht. Dazu wollen wir beitragen – in jeder Gemeinde, in unserem Kreis.“
